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Musikwissenschaft

Fundamentals of Ear Training

26. August 2022

5 Min. Lesezeit

Sebastian Murgul

Sebastian Murgul

Fundamentals of Ear Training

Inhaltsverzeichnis

Ich spiele nach Gehör. Hast du das schon einmal jemanden sagen hören? Wahrscheinlich schon oft. Schließlich sprechen Musiker die Sprache der Musik, und die kann sich von der Alltagssprache etwas unterscheiden. Zweifellos ist die Sprache der Musik für Musiker gedacht. Wenn du aber mehr über einige gängige Ausdrücke erfahren möchtest, kannst du online danach suchen.

Hier geht es um Gehörbildung – eine der wertvollsten Fähigkeiten für Musiker weltweit. Wenn du gerade erst anfängst, fragst du dich vielleicht, ob du Gehörbildung überhaupt brauchst. Die kurze Antwort lautet: Ja. Wer in der Musik erfolgreich sein will, muss ihre Sprache verstehen. Sonst ist es, als würdest du eine neue Sprache lernen, ohne sie jemals wirklich zu sprechen.

Wir alle können von unserem Gehör profitieren. Bei Musik erkennen wir jedoch oft nur die Melodien, die uns gefallen, ohne zu wissen, welche Noten tatsächlich gespielt werden. Für Musiker, die eigene Musik schaffen, ist dieses Wissen entscheidend. Schließlich soll Musik entstehen, die den Zuhörern einen echten Mehrwert bietet. Analysiere zuerst, wie sie auf dich wirkt, und passe dann Noten und Melodien entsprechend an.

Wie kannst du dein Gehör trainieren?

Wo solltest du anfangen? Zunächst brauchst du einen Bezugspunkt im Kopf, der dir hilft, die Tiefe der Musik zu verstehen. Das Wichtigste, was jeder Anfänger zuerst lernen sollte, ist der Abstand zwischen zwei Tönen, die miteinander in Beziehung stehen. Wenn jemand einen Song auf der Gitarre oder einem anderen Instrument spielt, hat dieser eine Tonart, einen Grundton und ein tonales Zentrum. Alle gespielten Töne müssen auf irgendeine Weise mit diesem Zentrum verbunden sein.

Auch wenn du die Note nicht kennst, kannst du sie trotzdem singen. Wenn du dir die Melodie anhörst, fällt dir vielleicht auf, dass die erste und die letzte Note der Zeile den Grundton bilden. Um Musik besser transkribieren zu können, solltest du dir den Grundton der Tonart im Kopf einprägen.

Beim Gehörtraining musst du alle Töne einer Melodie erkennen. Die Abstände zwischen ihnen nennt man Intervalle. Um Intervalle sicherer zu erkennen, kannst du zwei einfache Schritte befolgen:

  • Beginne zunächst damit, Intervalle zu singen. Egal, welches Instrument du spielst – ob Flöte, Gitarre oder ein anderes –, übe die Tonleiter, indem du die Töne sauber singst.
  • Es reicht nicht, ein Intervall singen zu lernen. Wenn du dich darin verbessern möchtest, ist es wichtig, Verbindungen herzustellen – nimm dir Zeit, jedes Intervall mit einem Lied zu verknüpfen.

Da Intervalle oft am Anfang von Songs vorkommen, lassen sie sich meist gut einprägen. Wenn du mehr Zeit mit großen Intervallen verbringst, gewinnst du Sicherheit bei den Grundlagen. Mit regelmäßigem Üben lernst du auch nicht-diatonische und kleine Intervalle schneller.

Wie übst du Gehörbildung?

Wenn du dein Gehör trainieren möchtest, helfen dir ein paar Tipps von Experten, schneller ans Ziel zu kommen. Hier findest du einige Tipps, mit denen du dein Ziel erreichst, ohne dein Gehirn zu überfordern:

Tipp 1: Bevorzuge Intervalle, die sich vom Grundton wegbewegen

Lerne zuerst Intervalle, die sich auf natürliche Weise vom Grundton wegbewegen. Online findest du viele passende Übungen, mit denen du regelmäßig üben kannst.

Tipp 2: Nutze zuverlässige Gehörbildungssoftware

Der Markt bietet eine Vielzahl an Gehörbildungsprogrammen. Anfänger sollten bei der Auswahl jedoch etwas vorsichtig sein. Wichtig ist, dass die Software einfach zu bedienen ist und interaktive Funktionen bietet. Du kannst auch fortschrittliche Apps auf dein Smartphone herunterladen. Entscheidend ist, ein Tool zu nutzen, das dir relevante Intervallkombinationen näherbringt. Für noch effektiveres Lernen gibt es außerdem KI-gestützte Software.

Tipp 3: Übe Dur-Arpeggien

Experten empfehlen, mit Akkordtönen wie Quinte, Terz und Grundton zu beginnen. Wenn du diese drei Intervalle lernst, kannst du ganz einfach ein gutes Gehör entwickeln. Sie sind besser als Grundintervalle bekannt und helfen dir dabei, weitere Aspekte der Gehörbildung zu erlernen. Eine weitere Folge, die du üben solltest, ist Rückwärtsfolge, Quinte, Terz, Dur und Grundton. Beim Üben dieser Noten und Töne ist es wichtig, die jeweils nächste Note der Folge vorauszuhören.

Tipp 4: Singe Septakkord-Arpeggios

Wenn du dich mit den Tönen einfacher Dreiklänge sicher fühlst, kannst du als Nächstes Septakkord-Arpeggien singen. Sobald du die Grundlagen verinnerlicht hast, wird dir ihr Aufbau klarer.

Das Wichtigste

Mit der Zeit kannst du die Lücken schließen, indem du die übrigen Akkordtöne und Klaviernoten lernst. Erstelle nach und nach eine Liste mit Songs und übe daran, Intervalle zu erkennen. Eine weitere wertvolle Methode der Gehörbildung ist der analytische Ansatz. Konzentriere dich dabei auf einen bestimmten Song aus der Liste und lies ihn aufmerksam durch, um seinen Aufbau zu verstehen. Nimm dir Zeit, nachzuvollziehen, wie sich die Noten bewegen und wie die Intervalle miteinander verbunden sind.

Gehörbildung ist eine bewährte Methode, um deine musikalischen Fähigkeiten zu verbessern. Dennoch bekommt sie heutzutage nicht die nötige Aufmerksamkeit. Wenn du spielst, ohne auf Intervalle und Akkordtöne zu hören, sind alle Bemühungen vergeblich. Nimm dir lieber mehr Zeit, um die Grundlagen der Musik zu verstehen, bevor du die wichtigsten Töne übst. Gehörbildung hilft dir, präziser zu komponieren und deine Stücke besser zu singen. So kannst du dein Publikum auch bei großen Konzerten beeindrucken.


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